Engineering-Kapazität Vertiefung 1 von 3

Vertiefung zu Blatt 1, Abschnitt „Engineering wird zum Engpass“.

Engineering-Kapazität im MaschinenbauDer Engpass hat einen Preis.Er steht nur in keiner Kostenstelle.

Auf Blatt 1 steht, dass Engineering zum Engpass wird. Diese Seite beantwortet die Frage danach: was das kostet. Nicht mit einer Branchenzahl, sondern mit einem Kreis, den Sie selbst einstellen, einer an echten Projektdaten gemessenen Stundenzahl und einem Rechner, der mit Ihren Werten rechnet statt mit meinen.

Was hereinkommt Was herauskommt Neuentwicklung Kundenprojekte Serienpflege Änderungen und Sonderlösungen Regulatorische Themen Engineering Auskunft, Pflege und Neuentwicklung laufen durch dieselbe Warteschlange. Ohne Struktur entscheidet nicht die Wichtigkeit, sondern die Uhrzeit. Engpass: Struktur, nicht Wissen Verzögerte Neuentwicklung Lange Projektlaufzeiten Hoher Abstimmungsaufwand Hohe Belastung im Engineering Margen unter Druck Zeile 01 steht auf beiden Seiten Was hereinkommt Neuentwicklung Kundenprojekte Serienpflege Änderungen und Sonderlösungen Regulatorische Themen Engineering Auskunft, Pflege und Neuentwicklung laufen durch dieselbe Warteschlange. Ohne Struktur entscheidet nicht die Wichtigkeit, sondern die Uhrzeit. Was herauskommt Verzögerte Neuentwicklung Lange Projektlaufzeiten Hoher Abstimmungsaufwand Hohe Belastung im Engineering Margen unter Druck Zeile 01 steht auf beiden Seiten
Bild 1 · Engineering als Auskunftsstelle Fünf Eingänge, kein Filter

Zeile 01 steht auf beiden Seiten. Neuentwicklung geht als Absicht hinein und kommt als Verzögerung heraus. Nicht weil zu langsam gearbeitet würde, sondern weil sie der einzige Eingang ist, hinter dem niemand steht und wartet: Ein Kunde ruft an. Ein Auditor hat einen Termin. Eine Serienstörung steht still. Das nächste Produkt tut nichts davon — es verschiebt sich einfach.

Was auf dieser Seite nicht steht
  • Keine Branchenprozente aus fremden Studien
  • Jede Zahl ist entweder gemessen oder Ihre eigene
  • Kein Vorwurf an eine Abteilung — der Zustand hat fünf Ursachen
Ausgangslage

Niemand hat entschieden, dass es so kommt.

Der Kasten in der Mitte von Bild 1 ist nicht schlecht geführt. Er ist das Ergebnis von fünf Kräften, die gleichzeitig auf dieselbe Abteilung wirken — und jede einzelne war für sich genommen richtig. Deshalb endet die Suche nach einer Ursache fast immer bei einer Abteilung, und deshalb endet sie dort falsch.

  • 01 Portfolio und Varianten wachsen Jeder Sonderwunsch war einzeln vertretbar. Ein Nein hätte den Auftrag gekostet.
  • 02 Dokumentation und Zulassung wachsen Maschinenverordnung, CE, Normenlage, Kundenauflagen. Nicht verhandelbar und nicht delegierbar.
  • 03 Der Margendruck nimmt die Puffer Aufräumarbeit wird als Erstes gestrichen, weil sie in dieser Woche nichts liefert.
  • 04 Personal fehlt Stellen bleiben Monate offen. Die Aufgaben bleiben nicht offen — sie verteilen sich.
  • 05 Wissensträger gehen Mit jedem Abgang steigt die Zahl der Rückfragen, und die Quelle für die Antwort fehlt.

Jede einzelne Entscheidung war richtig. Der Zustand, den sie zusammen erzeugen, ist es nicht. Deshalb findet man auch niemanden, dem man ihn vorwerfen könnte — und deshalb wird er auch nicht angefasst. Ein Zustand ohne Verantwortlichen hat keinen Gegner, aber auch keinen Anwalt.

Der Befund

Wohin geht die Zeit Ihrer Entwicklung?

Bild 1 zeigt die Reihenfolge, aber keine Größe. Material und Fertigung wurden optimiert, weil man sie zählen kann: jedes Teil hat einen Preis, jeder Arbeitsgang eine Zeit. Engineering hat beides nicht — und deshalb weiß niemand im Haus, wie dieser Kreis wirklich aufgeteilt ist. Stellen Sie ihn so ein, wie Sie ihn schätzen. Ich behaupte hier keine Zahl.

Ihre Aufteilung Rückfragen beantworten 40 % Systeme und Daten pflegen 35 % tatsächliche Neuentwicklung 25 % was übrig bleibt, wenn die zwei anderen bedient sind Ihre Aufteilung Rückfragen beantworten 40 % Systeme und Daten pflegen 35 % tatsächliche Neuentwicklung 25 %
Bild 2 · Engineering-Kapazität Ihre Schätzung, keine Statistik

Bei dieser Aufteilung arbeiten von zehn Konstrukteuren rechnerisch 7,5 an Rückfragen und Pflege — und 2,5 an neuen Produkten. Die zweite Zahl ist die, aus der Wettbewerbsfähigkeit entstehen soll.

Die beiden ersten Scheiben sind kein Fehlverhalten. Sie sind die Rechnung für Kraft 04 und Kraft 05 von oben: je weniger Leute wissen, wo etwas steht, desto mehr Leute fragen jemanden, der es weiß.

450 h im Jahr gehen bei zehn Konstrukteuren allein ins Suchen alter Projekte, Auslegungen und Varianten. Das sind rund eine Stunde pro Konstrukteur und Woche — gemessen an echten Projektdaten, nicht geschätzt.

Datenbasis und Rechenweg stehen offen in Prüfbericht 01 zum Anlagenbau.

Die Größenordnung

Rechnen Sie mit Ihrer Zahl, nicht mit meiner.

Ich kenne Ihren Umsatz nicht und Ihre Kostenstruktur auch nicht. Deshalb rechnet diese Seite nichts vor, sondern rechnet mit, was Sie eintragen. Alle drei Annahmen stehen offen und sind änderbar.

Engineering-beeinflusster Kostenblock
Ergebniswirkung konservativ
Ergebniswirkung realistisch
Pro Jahr, netto. Die Rechnung ist bewusst schlicht: Umsatz × Kostenanteil × Einsparquote. Sie ist so gut wie die drei Zahlen, die Sie eintragen — und genau darum stehen sie oben, statt in einer Fußnote.

Voreingestellt sind 30 % Kostenanteil sowie 2 % und 5 % Einsparung. Das sind meine Annahmen aus Projekten, keine Branchenstatistik. Wenn Sie Ihre eigenen Werte kennen, sind sie besser als meine.

Eine Lücke, die Sie sonst selbst finden würden. Die 450 Stunden Suchzeit von oben sind bei einem Vollkostensatz von 80 € rund 36.000 € im Jahr. Der Rechner steht bei 50 Mio Umsatz auf 300.000 €. Das ist ein Faktor 8, und der ist kein Rechenfehler.

Die Suchzeit ist der kleinere Teil. Der größere entsteht nach der vergeblichen Suche: die Auslegung, die neu gerechnet wird und einen zweiten Sicherheitszuschlag bekommt. Die Pumpe, die deshalb zu groß gekauft wird. Die Variante, die entsteht, weil niemand fand, dass es sie schon gab — samt Zeichnung, Stückliste, Prüfplan, Ersatzteil und Dokumentation. Gesucht wird eine Stunde. Bezahlt wird jahrelang.

! Eine Pumpe wird ausgelegt, mit einem Sicherheitszuschlag auf den Betriebspunkt. Jahre später braucht ein Kunde eine ähnliche Anlage. Die frühere Auslegung ist nicht auffindbar — also wird neu gerechnet, und auf den bereits enthaltenen Zuschlag kommt ein zweiter. Die Pumpe läuft dauerhaft links vom Bestpunkt, dort, wo Rückströmung und Kavitation beginnen. Der Fehler ist nicht in der Berechnung entstanden, sondern davor.

Fachlich ausgeführt, mit Kennlinien und Zahlen: Insight 04 — Sicherheitszuschlag und Bestpunkt.

Nächster Schritt

Welche Zahl steuert bei Ihnen?

Dreißig Minuten, keine Präsentation. Wir gehen die drei Annahmen aus dem Rechner gegen Ihre echten Zahlen durch. Danach wissen Sie, ob sich der Aufwand rechnet.

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Adressat
Geschäftsführung · Entwicklungsleitung · Inhaber
Gegenstand
Engineering-Kapazität und ihr Preis
Belege
Prüfbericht 01 · Insight 04
Fremdquellen
keine — gemessen, geschätzt oder eingegeben
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