Vertiefung zum Blatt Engineering ist eine Blackbox.

Der Engpass hat einen Preis.Er steht nur in keiner Kostenstelle.

Jede einzelne Rückfrage ist berechtigt, und keine steht auf einer Kostenstelle. Auf Blatt 1 steht, dass Engineering eine Blackbox ist. Diese Seite beantwortet die Frage danach: was das kostet. Nicht mit einer Branchenzahl, sondern mit einem Kreis, den Sie selbst einstellen, einer aus echten Projektdaten hochgerechneten Stundenzahl und einem Rechner, der mit Ihren Werten rechnet statt mit meinen.

Was hereinkommt Was herauskommt Neuentwicklung Kundenprojekte Serienpflege Änderungen und Sonderlösungen Regulatorische Themen Engineering ? Was hier wie lange dauert, sieht niemand Verzögerte Neuentwicklung Lange Projektlaufzeiten Hoher Abstimmungsaufwand Hohe Belastung im Engineering Margen unter Druck Zeile 01 steht auf beiden Seiten Was hereinkommt Neuentwicklung Kundenprojekte Serienpflege Änderungen und Sonderlösungen Regulatorische Themen Engineering ? Was darin wie lange dauert, sieht niemand Was herauskommt Verzögerte Neuentwicklung Lange Projektlaufzeiten Hoher Abstimmungsaufwand Hohe Belastung im Engineering Margen unter Druck Zeile 01 steht auf beiden Seiten
Bild 1 · Engineering als Auskunftsstelle Fünf Eingänge, kein Filter

Auskunft, Pflege und Neuentwicklung laufen durch dieselbe Warteschlange — und ohne Struktur entscheidet nicht die Wichtigkeit darüber, was zuerst drankommt, sondern die Uhrzeit, zu der etwas hereinkam. Zeile 01 steht auf beiden Seiten. Neuentwicklung geht als Absicht hinein und kommt als Verzögerung heraus. Nicht weil zu langsam gearbeitet würde, sondern weil sie der einzige Eingang ist, hinter dem niemand steht und wartet: Ein Kunde ruft an. Ein Auditor hat einen Termin. Eine Serienstörung steht still. Das nächste Produkt tut nichts davon — es verschiebt sich einfach.

Ausgangslage

Niemand hat entschieden, dass es so kommt.

Der Kasten in der Mitte von Bild 1 ist nicht schlecht geführt. Er ist das Ergebnis von fünf Kräften, die gleichzeitig auf dieselbe Abteilung wirken — und jede einzelne war für sich genommen richtig. Deshalb endet die Suche nach einer Ursache fast immer bei einer Abteilung, und deshalb endet sie dort falsch.

  • 01 Portfolio und Varianten wachsen Jeder Sonderwunsch war einzeln vertretbar. Ein Nein hätte den Auftrag gekostet.
  • 02 Dokumentation und Zulassung wachsen Maschinenverordnung, CE, Normenlage, Kundenauflagen. Nicht verhandelbar und nicht delegierbar.
  • 03 Der Margendruck nimmt die Puffer Aufräumarbeit wird als Erstes gestrichen, weil sie in dieser Woche nichts liefert.
  • 04 Personal fehlt Stellen bleiben Monate offen. Die Aufgaben bleiben nicht offen — sie verteilen sich.
  • 05 Wissensträger gehen Mit jedem Abgang steigt die Zahl der Rückfragen, und die Quelle für die Antwort fehlt.

Jede einzelne Entscheidung war richtig. Der Zustand, den sie zusammen erzeugen, ist es nicht. Deshalb findet man auch niemanden, dem man ihn vorwerfen könnte — und deshalb wird er auch nicht angefasst. Ein Zustand ohne Verantwortlichen hat keinen Gegner, aber auch keinen Anwalt.

Der Befund

Wohin geht die Zeit Ihrer Entwicklung?

Bild 1 zeigt die Reihenfolge, aber keine Größe. Material und Fertigung wurden optimiert, weil man sie zählen kann: jedes Teil hat einen Preis, jeder Arbeitsgang eine Zeit. Engineering hat beides nicht — und deshalb weiß niemand im Haus, wie dieser Kreis wirklich aufgeteilt ist. Stellen Sie ihn so ein, wie Sie ihn schätzen. Ich behaupte hier keine Zahl.

Ihre Aufteilung Rückfragen beantworten 40 % Systeme und Daten pflegen 35 % tatsächliche Neuentwicklung 25 % was übrig bleibt, wenn die zwei anderen bedient sind Ihre Aufteilung Rückfragen beantworten 40 % Systeme und Daten pflegen 35 % tatsächliche Neuentwicklung 25 %
Bild 2 · Engineering-Kapazität Ihre Schätzung, keine Statistik

Bei dieser Aufteilung arbeiten von zehn Konstrukteuren rechnerisch 7,5 an Rückfragen und Pflege — und 2,5 an neuen Produkten. Die zweite Zahl ist die, aus der Wettbewerbsfähigkeit entstehen soll.

Die beiden ersten Scheiben sind kein Fehlverhalten. Sie sind die Rechnung für Kraft 04 und Kraft 05 von oben: je weniger Leute wissen, wo etwas steht, desto mehr Leute fragen jemanden, der es weiß.

450 h im Jahr gehen bei zehn Konstrukteuren allein ins Suchen alter Projekte, Auslegungen und Varianten. Das sind rund eine Stunde pro Konstrukteur und Woche — hochgerechnet aus rund 150 Anfragen an echten Projektdaten.

Datenbasis und Rechenweg stehen offen in Prüfbericht 01 zum Anlagenbau.

Der naheliegende Schluss

Dann stellt man eben jemanden ein.

Das ist die erste Antwort auf jede dieser Rechnungen, und sie ist nicht falsch: Wenn Arbeit liegen bleibt, braucht es Hände. Nur kommt die Entlastung später, als die Rechnung vermuten lässt — und auf dem Weg dorthin wird es erst einmal enger.

Drei Zeiträume, und nur im letzten wirkt die Stelle:

Nr
Was in dieser Zeit passiert
Wirkung
01
Die Stelle ist ausgeschrieben und bleibt es. Die Aufgaben bleiben nicht offen — sie verteilen sich auf die, die da sind.
unverändert
02
Der Neue ist da und wird eingearbeitet. Das tun dieselben zwei, drei Leute, die schon vorher der Engpass waren — und sie tun es neben dem Tagesgeschäft.
negativ
03
Er kennt die Produkte, die Sonderfälle und die Stellen, an denen die Unterlagen nicht stimmen. Ab jetzt entlastet er wirklich.
endlich positiv

Wie lange die zweite Zeile dauert, hängt nicht am Neuen, sondern daran, wo das Wissen liegt. Steht es in Unterlagen, liest er es nach. Steckt es in Köpfen, muss er jeden Sonderfall erfragen — und jede Frage kostet den Gefragten Zeit. Woran man erkennt, welcher der beiden Fälle vorliegt, steht in Insight 09. Dass mehr Köpfe zudem mehr Abstimmung erzeugen und der Aufwand dafür schneller wächst als die Mannschaft, ist in Insight 06 nachgerechnet.

Das ist kein Argument gegen das Einstellen. Es ist eines dafür, die Struktur parallel anzufassen: Wer nur eine Stelle besetzt, lässt den Neuen im selben System arbeiten, das den Engpass erzeugt hat — und braucht in zwei Jahren die nächste Stelle. Wer vorher klärt, wo die Zeit hingeht, stellt hinterher für die Arbeit ein, die bleiben soll.

Das ist aus der Sicht der Entwicklungsleitung geschrieben, nicht aus der eines Beraters: Der erste Schritt muss neben dem Tagesgeschäft machbar sein, sonst wird er nicht gemacht.

Nächster Schritt

Welche Zahl steuert bei Ihnen?

Dreißig Minuten, keine Präsentation. Wir gehen die drei Annahmen aus dem Rechner gegen Ihre echten Zahlen durch. Danach wissen Sie, ob sich der Aufwand rechnet.

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