Lebensmittelkonformität an Ihrem eigenen Produkt.Ein Tag: vormittags die Regeln, nachmittags Ihr Stand.

Für den Einsatz Ihrer Produkte in der Lebensmittelindustrie brauchen Sie keinen externen Prüfer: Werkstoff und Konstruktion weisen Sie selbst nach. Daneben stehen die Zulassungen nach 3-A und EHEDG. Kein Gesetz verlangt sie — einzelne Bereiche des Marktes schon, und dort bleibt er ohne sie für Sie geschlossen. Diese Schulung geht alle drei Nachweise an Ihrem Produkt durch. Gemacht von jemandem, der selbst Konformitätserklärungen unterschrieben hat: Die Vorbereitung liegt bei mir, nicht bei Ihren Leuten.

Worum es fachlich geht — die drei Nachweise und was eine Zulassung durch Dritte verlangt — steht auf Lebensmittelkonforme Konstruktion. Diese Seite beschreibt den Schulungstag.

Der Anlass

Welche Nachweise Sie für den Lebensmittelkontakt brauchen.

Der erste Nachweis ist der Werkstoff. Die Rahmenverordnung (EG) 1935/2004 gilt für alle Materialien im Lebensmittelkontakt, die Verordnung (EU) 10/2011 regelt Kunststoffe mit Migrationsgrenzwerten, und für den US-Markt kommt FDA 21 CFR dazu.

Der zweite ist die Konstruktion, und der wird am häufigsten übersehen. Reinigbarkeit steht im Maschinenrecht: Anhang I 2.1 der Maschinenrichtlinie, ab dem 20. Januar 2027 Anhang III 2.1 der Maschinenverordnung. Gefordert sind glatte Flächen ohne Vertiefungen, in denen organische Stoffe zurückbleiben, Ausrundungen mit ausreichendem Radius, der vollständige Ablauf von Produkt- und Reinigungsflüssigkeit und Schmierstoffe, die das Lebensmittel nicht erreichen können. Wie das nachzuweisen ist, sagt EN 1672-2: Die Hygiene-Risikobeurteilung ordnet jede Fläche dem Lebensmittelbereich, dem Spritzbereich oder dem Nicht-Lebensmittelbereich zu und bewertet sie danach.

Der dritte ist die Zulassung durch Dritte. 3-A und EHEDG bewerten dieselbe konstruktive Gestaltung noch einmal, nach eigenem Regelwerk — für Pumpen sind das EHEDG Doc. 17 und 3-A 02-12. Geprüft und erteilt wird sie von einer unabhängigen Stelle: freiwillig, und in vielen Ausschreibungen trotzdem vorausgesetzt.

Ein zugelassener Werkstoff macht noch kein konformes Bauteil. Zwischen dem Datenblatt des Lieferanten und Ihrer Erklärung liegen Verarbeitung, Oberflächengüte, Zusatzstoffe, Klebstoffe und die tatsächlichen Einsatzbedingungen — Medium, Temperatur, Kontaktdauer. Und neben der Frage, woraus Ihr Bauteil besteht, steht die zweite: ob es sich vollständig reinigen lässt. Genau dort entstehen die Lücken.

Der Weg

Der übliche Weg bis zur Erklärung oder zum Zertifikat.

Der übliche Weg · zwei Ketten, je fünf Schritte
1 · Regelwerk
2 · Am Produkt
3 · Prüfung
4 · Akte oder Audit
5 · Ergebnis
Sie erklären selbst
EU 1935/2004, 10/2011, FDA 21 CFR, dazu Anhang I 2.1 des Maschinenrechts
jedes medienberührte Teil: Werkstoff, Oberfläche, Dichtung, Totraum
Migrationsprüfung im Labor, soweit gefordert; Reinigungstest im Haus
Zeugnisse, Prüfberichte, Bewertungen: eine Akte je Produkt
Konformitätserklärung, Sie zeichnen
Zulassung 3-A, EHEDG
EHEDG Doc. 17 oder 3-A 02-12; nass oder trocken gereinigt
EHEDG: Design Review am Muster. 3-A: die technische Akte
EHEDG: CIP-Test nach Doc. 2, dreimal bestanden
3-A: Werksaudit durch einen CCE. EHEDG prüft das Muster
Zertifikat von der Stelle; alle fünf Jahre von vorn
  1. 1 · Regelwerk

    Sie erklären selbstEU 1935/2004, 10/2011, FDA 21 CFR, dazu Anhang I 2.1 des Maschinenrechts
    Zulassung 3-A, EHEDGEHEDG Doc. 17 oder 3-A 02-12; nass oder trocken gereinigt
  2. 2 · Am Produkt

    Sie erklären selbstjedes medienberührte Teil: Werkstoff, Oberfläche, Dichtung, Totraum
    Zulassung 3-A, EHEDGEHEDG: Design Review am Muster. 3-A: die technische Akte
  3. 3 · Prüfung

    Sie erklären selbstMigrationsprüfung im Labor, soweit gefordert; Reinigungstest im Haus
    Zulassung 3-A, EHEDGEHEDG: CIP-Test nach Doc. 2, dreimal bestanden
  4. 4 · Akte oder Audit

    Sie erklären selbstZeugnisse, Prüfberichte, Bewertungen: eine Akte je Produkt
    Zulassung 3-A, EHEDG3-A: Werksaudit durch einen CCE. EHEDG prüft das Muster
  5. 5 · Ergebnis

    Sie erklären selbstKonformitätserklärung, Sie zeichnen
    Zulassung 3-A, EHEDGZertifikat von der Stelle; alle fünf Jahre von vorn

Der erste Schritt ist in beiden Ketten derselbe: erst steht fest, welches Regelwerk gilt, dann wird geprüft.

Im Groben sind das die Schritte. Hinter jedem steckt Arbeit: Bei den Prüfungen etwa steht die Hygiene-Risikobeurteilung — welche Risiken am Produkt bestehen, wie sie bewertet werden und was dagegen unternommen wird. Wie tief jeder Schritt geht, hängt am Produkt und am Markt, in den es geht.

Für wen

Für wen dieser Tag gemacht ist.

Ihr heutiger Stand wird gegen diesen Weg gelegt — daraus wird sichtbar, wo die Lücken sind. Welcher Satz beschreibt Ihr Haus? Danach richtet sich, was am Nachmittag passiert; der Vormittag ist in beiden Fällen derselbe.

Nr
Wenn das bei Ihnen so klingt
Dann ist es
01
„Wir liefern in die Lebensmitteltechnik und sollen die Konformität nachweisen — wir wissen nur nicht, wie belastbar unsere Unterlagen sind.“
Bestand prüfen
02
„Wir wollen eine Baureihe für den Lebensmittelbereich öffnen und von Anfang an richtig aufbauen.“
Marktzugang vorbereiten

Im ersten Fall stellen Sie die vorhandenen Unterlagen bereit — Werkstoffzeugnisse, Lieferantenerklärungen, vorhandene Konformitätserklärungen, Zeichnungen der medienberührten Teile. Im zweiten gibt es die noch nicht; dann reichen die relevanten Produktinformationen. Wer die Nachweise nicht hat, ist damit nicht ausgeschlossen, sondern im zweiten Fall.

Der Tag

Wie der Tag abläuft.

Der Tag geht diese Kette an Ihrem Produkt entlang: vormittags, was in jedem Schritt verlangt wird, nachmittags, wo Ihr Produkt heute steht.

Nr
Block
Was passiert
Was dabei entsteht
Dauer
01
Rahmen
Ziel und Abgrenzung mit dem Verantwortlichen: welches Bauteil oder welche Baugruppe heute durchgegangen wird und für welchen Markt.
Das Produkt ist abgegrenzt.
30 min
02
Normkunde
Die drei Nachweise getrennt: Werkstoff nach 1935/2004, 10/2011 und FDA; Konstruktion nach Anhang I 2.1 und EN 1672-2; Zulassung nach 3-A und EHEDG. Was wovon verlangt wird — und was davon Sie überhaupt trifft.
Alle im Raum haben dasselbe Bild davon, was nachzuweisen ist.
3 h
03
Ihr Bauteil
Die medienberührten Teile werden durchgegangen: Werkstoffe und ihre Nachweise, Oberflächen, Dichtungen, Toträume, Einsatzbedingungen. Dieselbe Runde noch einmal für die Reinigbarkeit: jede Fläche eingeordnet in Lebensmittel-, Spritz- oder Nicht-Lebensmittelbereich. Wer eine Zulassung anstrebt, prüft stattdessen gegen das Regelwerk der Stelle.
Die Ist-Übersicht: was belegt ist, was fehlt, was nur auf dem Lieferantenblatt steht.
2,5 h
04
Befund
Was zuerst drankommt und warum. Wer unterschreibt, sollte spätestens jetzt dabei sein.
Die Empfehlung, in der Reihenfolge, in der sie abzuarbeiten ist.
1 h

Die Erklärung gilt für einen bestimmten Stand eines bestimmten Produkts. Ob sie im Tagesgeschäft hält, entscheidet Ihr System: Wie ist das Produkt im ERP und im PDM abgebildet, hängt der Nachweisstand an der Sachnummer, und ist sichergestellt, dass kein Bauteil in den Lebensmittelkontakt geht, für das die Erklärung fehlt? Auch diese Frage gehört auf den Tisch: Die Lücke sitzt selten in der Akte, meistens zwischen der Akte und dem System, das die Aufträge durchlässt.

Das Ergebnis

Was Sie am Abend in der Hand haben.

Detail

Was der Tag leistet

  • Normkunde beider Wege, an Ihrem Bauteil statt am Beispiel
  • gemeinsame Durchsicht der vorhandenen Nachweise
  • Bewertung der medienberührten Teile gegen die Anforderungen
  • Priorisierung nach Dringlichkeit und Marktrelevanz
Output

Was Ihnen danach gehört

  • eine Auffrischung der Norm, an Ihrem Produkt festgemacht
  • eine Übersicht über den Stand Ihrer Nachweise
  • die benannten Lücken, mit Begründung
  • bei 3-A und EHEDG: was vor einer Anmeldung zu ändern ist
Es entsteht keine Konformitätserklärung und keine Zulassung. Es entsteht die Antwort auf die Frage, wo Sie stehen — und was davon für Ihren Zielmarkt reicht.
Wer das macht

Aus der Praxis für die Praxis.

Ich habe selbst unterschrieben. Diese Schulung kommt nicht aus der Prüferperspektive: Ich habe die Konformität über Jahre verantwortet — im Mittelstand wie in Konzernstrukturen — und die Konformitätserklärung unterschrieben. Wer das getan hat, kennt die Stellen, an denen es später klemmt: das Lieferantenzeugnis, das den Werkstoff freigibt und nicht das Bauteil. Die Dichtung, an die beim Werkstoffnachweis niemand gedacht hat. Die Oberfläche, die nach der letzten Änderung eine andere ist. Danach wird am Nachmittag gesucht.

Elf Jahre Engineering- und Entwicklungsverantwortung, davon der größte Teil in der Pumpen- und Strömungstechnik — also genau dort, wo Bauteile im Medium stehen. Der Werdegang steht unter Über uns.

Die Grenze

Was dieser Tag nicht leistet.

Ich bin keine Prüfstelle und erteile weder eine 3-A- noch eine EHEDG-Zulassung. Die Bewertung entsteht gemeinsam mit Ihren Leuten; die fachliche Beurteilung, die Konformitätserklärung und die Unterschrift bleiben bei Ihnen. Bei 3-A und EHEDG endet der Tag bei der Prüfbereitschaft — erteilt wird die Zulassung von der Stelle, nicht hier.

Auch keine Laborprüfung: Migrationsprüfungen und Werkstoffanalysen machen Prüflabore. Was dieser Tag klärt, ist, welche Prüfungen Sie überhaupt brauchen — und welche Sie sich sparen können.

Die Vorbereitung

Nicht Theorie. Analyse an Ihrem Produkt.

Nach der Beauftragung klären wir in einem kurzen Teams-Call, welches Bauteil angesehen wird und für welchen Markt. Danach stellen Sie die Unterlagen dazu bereit, und der Tag wird auf genau diesen Unterlagen aufgebaut — nicht aus einer Vorlage genommen. Das ist der Unterschied zu einem Seminar.

Ihr Aufwand: ein kurzer Teams-Call, die Unterlagen zu einem Produkt und der Tag selbst. Alles andere bereite ich vor.

Die Unterlagen, die Sie für die Vorbereitung überlassen, werden ausschließlich für diesen Tag verwendet, nicht weitergegeben und nach Abschluss gelöscht. Ein NDA sende ich auf Wunsch vorab zu.

Einstieg

Womit Sie anfangen.

Suchen Sie ein typisches medienberührtes Bauteil aus. Eines, das in mehreren Baureihen vorkommt — ein Gehäuse, ein Laufrad, eine Dichtung. Was daran sichtbar wird, gilt mit wenigen Abstrichen für die übrigen, und genau das ist der Zweck: aus einem Teil eine Reihenfolge für alle ableiten.
Schulung am eigenen Produkt, ein Tag2.800 €
Vorbereitung auf Ihren Unterlagenenthalten
Festpreis für Ihr Haus, nicht je Teilnehmer. Preise netto.
Nächster Schritt

Bringen Sie ein Bauteil mit.

30 Minuten, keine Präsentation. Wir gehen durch, welche Nachweise zu einem Ihrer medienberührten Teile gehören und woran Sie heute merken würden, dass einer davon nicht mehr trägt.

30-Minuten-Gespräch vereinbaren →
Häufige Fragen

Was Kunden vorher fragen.

Reicht ein Werkstoffzeugnis des Lieferanten?

Nein. Das Zeugnis gilt für den Werkstoff, Ihre Erklärung gilt für das fertige Bauteil. Deshalb schuldet Ihnen auch ein Lieferant, der ein fertiges Teil liefert, seine eigene Konformitätserklärung: Darin bestätigt er nicht nur den Werkstoff, sondern auch, dass bei der Fertigung keine unzulässigen Stoffe an das Teil gekommen sind — Trennmittel, Schmierstoffe, Reinigungs- und Klebstoffe. Wer nur Werkstoffzeugnisse in der Akte hat, hat genau dort eine Lücke.

Was ist 3-A, was ist EHEDG?

Zwei private Regelwerke für hygienegerechte Konstruktion. 3-A kommt aus der US- Milchwirtschaft: 3-A Sanitary Standards, Inc. gibt je Gerätetyp einen Standard heraus, für Pumpen 02-12, und erlaubt das Führen des 3-A Symbols nach einer Inspektion beim Hersteller. EHEDG ist eine europäische Vereinigung aus Industrie, Forschung und Behörden; sie veröffentlicht Richtlinien — für Pumpen Doc. 17 — und zertifiziert Geräte nach Design Review und Reinigungstest. Kein Gesetz verlangt sie. Betreiber und Ausschreibungen schon.

Erteilen Sie eine 3-A- oder EHEDG-Zulassung?

Nein. Beide werden von einer eigenen Stelle geprüft und erteilt. Was dieser Tag leistet, ist die Vorbereitung darauf: was die Stelle prüfen wird, wo Ihr Produkt heute steht und was vor der Anmeldung zu ändern ist.

Wie viele Leute sollten dabei sein?

Drei bis sechs. Konstruktion, Einkauf oder Qualitätssicherung — und wer am Ende unterschreibt. Der Einkauf lohnt sich hier besonders, weil ein großer Teil der Nachweise von Lieferanten kommt.

Was kostet der Tag?

2.800 € netto, Festpreis für Ihr Haus, nicht je Teilnehmer. Die Vorbereitung ist enthalten.

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