Die Maschinenverordnung an Ihrer eigenen Maschine.Ein Tag: vormittags die Regeln, nachmittags Ihr Stand.
Am 20. Januar 2027 gilt die Maschinenverordnung (EU) 2023/1230 — ohne Übergangsjahr. Was sich ändert, steht inzwischen in jedem Fachartikel. Was es für Ihre Maschinen heißt, steht nirgends, denn das hängt an Ihrer Baureihe, an Ihren Nachweisen und daran, wie Ihre Unterlagen heute aufgebaut sind. Diese Schulung beantwortet die zweite Frage, nicht die erste. Gemacht von jemandem, der selbst Konformitätserklärungen unterschrieben hat: Die Vorbereitung liegt bei mir, nicht bei Ihren Leuten.
Was der 20. Januar 2027 für Ihre Maschinen bedeutet.
Die Maschinenverordnung löst die Maschinenrichtlinie 2006/42/EG ab. Sie gilt unmittelbar, ohne nationale Umsetzung, und sie bringt Pflichten mit, die es vorher nicht gab. Welche das sind und welcher Anhang welcher wird, steht in der Gegenüberstellung beider Rechtstexte und in Insight 10.
Das ist die eine Hälfte. Die andere entscheidet darüber, wie viel Arbeit auf Sie zukommt, und sie steht in keinem Fachartikel: ob Ihre vorhandenen Nachweise die neue Grundlage tragen. Eine Risikobeurteilung, die eine Maschine beschreibt, die Sie so nicht mehr bauen, wird durch die Umstellung nicht besser. Eine Betriebsanleitung, deren letzte Auflage den Betreiber nie erreicht hat, ebenso wenig.
Wer wenige Maschinen im Jahr baut, stellt ein paar Dokumente um. Wer in Stückzahl liefert oder Anlagen verkettet, hat eine Aufgabe, die eine Reihenfolge braucht — und die Reihenfolge ergibt sich aus dem Zustand der eigenen Unterlagen, nicht aus dem Verordnungstext.
Der übliche Weg bis zur CE-Kennzeichnung.
Ob eine Stelle mitreden muss, entscheidet nicht die Größe der Maschine, sondern die Liste in Anhang I.
Im Groben sind das die Schritte. Der vierte entscheidet, wie viel Fremdprüfung nötig ist, und dafür gibt es nur eine Quelle: die Liste in Anhang I. Steht Ihre Maschine nicht darin, genügt die interne Fertigungskontrolle nach Anhang VI. Steht sie in Teil B, genügt sie ebenfalls — aber nur, solange Sie die harmonisierten Normen vollständig anwenden; sobald Sie davon abweichen, kommt eine notifizierte Stelle ins Spiel. Steht sie in Teil A, führt kein Weg daran vorbei.
Die Arbeit steckt in Schritt 2. Die Risikobeurteilung ist kein Dokument, das am Ende geschrieben wird, sondern der Kreis, der die Konstruktion begleitet: ermitteln, bewerten, mindern, erneut bewerten. Was dort fehlt, fällt später in den Unterlagen auf — oder im Schadensfall.
Für wen dieser Tag gemacht ist.
Ihr heutiger Stand wird gegen diesen Weg gelegt — daraus wird sichtbar, wo die Lücken sind. Welcher Satz beschreibt Ihr Haus? Danach richtet sich, was am Nachmittag passiert; der Vormittag ist in beiden Fällen derselbe.
Im ersten Fall stellen Sie die vorhandenen Nachweise bereit — Risikobeurteilung, angewandte Normen, Betriebsanleitung, Konformitätserklärung. Im zweiten gibt es die noch nicht; dann reichen die relevanten Produktinformationen. Wer die Nachweise nicht hat, ist damit nicht ausgeschlossen, sondern im zweiten Fall.
Wie der Tag abläuft.
Der Tag geht diese Kette an Ihrer Maschine entlang: vormittags, was in jedem Schritt verlangt wird, nachmittags, wo Ihre Maschine heute steht.
Die Erklärung gilt für einen bestimmten Stand eines bestimmten Produkts. Ob sie im Tagesgeschäft hält, entscheidet Ihr System: Wie ist die Maschine im ERP und im PDM abgebildet, hängt der Stand der Konformitätsbewertung an der Sachnummer, und ist sichergestellt, dass keine Maschine ausgeliefert wird, deren Bewertung den gebauten Stand nicht mehr abdeckt? Auch diese Frage gehört auf den Tisch: Die Lücke sitzt selten in der Akte, meistens zwischen der Akte und dem System, das die Aufträge durchlässt.
Was Sie am Abend in der Hand haben.
Was der Tag leistet
- Normkunde am eigenen Produkt statt am Beispiel
- gemeinsame Durchsicht der vorhandenen Nachweise
- Bewertung gegen die Anforderungen der Verordnung
- Priorisierung nach Dringlichkeit bis zum 20.01.2027
Was Ihnen danach gehört
- eine Auffrischung der Norm, an Ihren Produkten festgemacht
- eine Übersicht über den Stand Ihrer Zertifizierung
- die benannten Lücken, mit Begründung
- Empfehlungen in der Reihenfolge, in der sie zu schließen sind
Aus der Praxis für die Praxis.
Ich habe selbst unterschrieben. Diese Schulung kommt nicht aus der Prüferperspektive: Ich habe die Konformität über Jahre verantwortet — im Mittelstand wie in Konzernstrukturen — und die Konformitätserklärung unterschrieben. Wer das getan hat, kennt die Stellen, an denen es später klemmt: die Auflage, die den Betreiber nie erreicht hat, oder die Risikobeurteilung, die eine Ausführung beschreibt, die so nicht mehr gebaut wird. Danach wird am Nachmittag gesucht. Und es ist derselbe Grund, aus dem die Unterschrift bei Ihnen bleibt: Sie ist nicht delegierbar.
Elf Jahre Engineering- und Entwicklungsverantwortung. Für DIN Media halte ich das Online-Seminar zur neuen Maschinenverordnung; der Werdegang steht unter Über uns.
Was dieser Tag nicht leistet.
Ich bin keine Benannte Stelle und stelle kein Zertifikat aus. Die Bewertung entsteht gemeinsam mit Ihren Leuten; die fachliche Beurteilung, die Konformitätserklärung, die CE-Kennzeichnung und die Unterschrift bleiben bei Ihnen. Das ist dieselbe Linie, die auch für den Konformitäts-Agenten gilt, und sie ist hier keine Stilfrage, sondern Haftung.
Auch keine Rechtsberatung: Wo eine Auslegungsfrage strittig ist, sage ich das, statt sie zu entscheiden.
Nicht Theorie. Analyse an Ihrem Produkt.
Nach der Beauftragung klären wir in einem kurzen Teams-Call, welches Produkt angesehen wird. Danach stellen Sie die Unterlagen dazu bereit, und der Tag wird auf genau diesen Unterlagen aufgebaut — nicht aus einer Vorlage genommen. Das ist der Unterschied zu einem Seminar: Die Arbeit liegt vor dem Tag, nicht an ihm.
Ihr Aufwand: ein kurzer Teams-Call, die Unterlagen zu einem Produkt und der Tag selbst. Alles andere bereite ich vor.
Die Unterlagen, die Sie für die Vorbereitung überlassen, werden ausschließlich für diesen Tag verwendet, nicht weitergegeben und nach Abschluss gelöscht. Ein NDA sende ich auf Wunsch vorab zu. Trainingsdaten für Dritte entstehen daraus nicht — weder hier noch in einem späteren Schritt.
Womit Sie anfangen.
Bringen Sie eine Maschine mit.
30 Minuten, keine Präsentation. Wir gehen durch, welche Unterlagen zu einer Ihrer Maschinen gehören und woran Sie heute merken würden, dass eine davon nicht mehr passt.
30-Minuten-Gespräch vereinbaren →Was Kunden vorher fragen.
Ist das eine Zertifizierung?
Nein. Ich bin keine Benannte Stelle und stelle kein Zertifikat aus. Die Bewertung entsteht gemeinsam; die fachliche Beurteilung, die Konformitätserklärung und die Unterschrift bleiben bei Ihnen.
Worin unterscheidet sich das von einem Seminar bei TÜV oder DIN?
Dort lernen Sie die Norm. Hier sehen Sie Ihre Maschine. Beides hat seinen Platz — das Online-Seminar zur Maschinenverordnung halte ich selbst bei DIN Media. Der Unterschied liegt im Nachmittag: Der Tag wird vorher auf Ihre Unterlagen aufgebaut, nicht aus einer Vorlage genommen.
Wir haben keine vollständige Risikobeurteilung. Geht das trotzdem?
Ja, dann ist es der zweite Fall. Statt vorhandene Nachweise zu bewerten, gehen wir durch, was die Zertifizierung verlangt und wo das Produkt heute steht. Sie liefern dann statt der Nachweise die relevanten Produktinformationen.
Wie viele Leute sollten dabei sein?
Drei bis sechs. Konstruktion, Dokumentation oder Qualitätssicherung — und wer am Ende unterschreibt. Der sollte mindestens zur letzten Stunde dazukommen, sonst verpufft der Befund.
Was kostet der Tag?
2.800 € netto, Festpreis für Ihr Haus, nicht je Teilnehmer. Die Vorbereitung ist enthalten.